Warum sich Digital Signage bezahlt macht

Ist der Kunde erst einmal im Geschäft, ist alles gut – und Marketing nicht mehr nötig. Klingt erst einmal einleuchtend, ist aber zu kurz gedacht. Denn Marketing endet nicht, sobald der Kunde vor der Ladentheke steht – und selbst dann nicht, wenn er das Geschäft wieder verlässt. Richtig und professionell eingesetzt, kann Digital Signage dabei eine wichtige Rolle spielen.

Digital, aber anders

Digital Signage ist, das sagt der Name schon, eine digitale Marketingform. Zu diesen Formen zählen auch die eigene Website, Newsletter, Google-AdWords-Anzeigen, Videos auf YouTube-Kanälen oder die Facebook-Seite, mit der sich ein Unternehmen allen Interessierten im weltweiten Netz präsentiert.

Zwischen diesen verschiedenen Formen und Digital Signage, wie es in den eigenen Geschäftsräumen eingesetzt wird, besteht jedoch ein wichtiger Unterschied: Damit ihn eine Werbebotschaft erreicht, muss der Empfänger im Fall von Digital Signage schon vor oder im Geschäft stehen. Die Website und die Facebook-Seite eines Unternehmens schaut er sich zu Hause am Rechner oder unterwegs am Smartphone an, um sich dann auf den Weg zu machen. Spricht das also gegen Digital Signage? Ist es sogar unnötig? Zweimal lautet die Antwort: Nein.

Alles ist Marketing

Wer dennoch spontan zum Ja neigt, sollte sich eines klarmachen: Alles, was innerhalb der Geschäftsräume passiert und vom Kunden wahrgenommen wird, kann Marketing sein, wenn auch zum Teil erst auf den zweiten Blick. So haben zum Beispiel die Freundlichkeit des Verkaufspersonals, die Qualität der Beratung oder die Gestaltung der Verkaufsräume einen großen Einfluss darauf, ob ein Kunde das, was man heute gern sein „Einkaufserlebnis“ nennt, in guter Erinnerung behält.

Ist das so, wird er zum Beispiel Freunden und Kollegen von seiner positiven Erfahrung berichten und diese möglicherweise auch in Online-Bewertungsportalen teilen. Auch der umgekehrte Fall des Empfehlungsmarketings – also keine Empfehlung, sondern Kritik – ist natürlich denkbar, doch wünscht sich ihn niemand. Doch viel besser als das Wünschen ist das Tun: nämlich alles dafür tun, dass der Kunde keine negative Erfahrung macht.

Und deshalb Digital Signage!

Digital Signage, das in den eigenen Geschäftsräumen eingesetzt wird, kann ein wichtiger Bestandteil des Einkaufserlebnisses sein. Für denjenigen, der Digital Signage einsetzt, ist es ein Kanal, um sein Geschäft, seine Produkte, Leistungen, Angebote und vieles mehr via Monitor werbewirksam in Szene zu setzen, Kunden zu informieren und Kaufentscheidungen auf den Weg zu bringen. Denn diese Entscheidungen werden zu einem nicht unbedeutenden Teil erst in den Geschäftsräumen getroffen. Das schöne Beispiel, dass am Ende eines Besuchs des schwedischen Möbelhauses zumindest immer Teelichter im Einkaufswagen landen, mag etwas abgegriffen sein, bringt die Sache aber gut auf den Punkt. Ich jedenfalls kenne niemanden, auf dessen Einkaufszettel von Anfang an die Teelichter standen.

Das heißt auch, dass via Digital Signage auf Produkte und Leistungen aufmerksam gemacht werden kann, die dem Kunden vor Betreten des Geschäfts nicht bekannt waren, aber im Optimalfall auf sein Interesse stoßen, ein Bedürfnis wecken oder einem vorhandenen Bedürfnis entsprechen.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Digital Signage soll mit guten Argumenten überzeugen, nicht überreden. Und so zeigt sich dann: Marketing macht sich auch im Geschäft bezahlt, und das gilt insbesondere für Digital Signage.

About the author

Frank Unterberg ist in der opta data digital communication GmbH im Bereich Content & Communication aktiv – nun auch mit diesem Blog.

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